mit diesem Aufmacher werde ich vermutlich mehr Klicks generieren, als bei anderen Einträgen. Mehr bekäme ich vielleicht mit „digitale Lust“, aber dann würde ich von anderer Seite Probleme bekommen.
Dem Online-Journalisten-Ego tut’s auf jeden Fall gut, wenn der eigene Artikel in der Gunst des Lesers steigt, denn das bekommt er unmittelbar mitgeteilt und hat in der nächsten Redaktionssitzung eine Sorge weniger.
Kulturkritiker unter uns, können ihren Ärger jedoch schon vorzeitig runterschlucken, denn in Zukunft, so ein sehr lesenswerter Artikel in der ZEIT , werden sich die Werbeeinahmen nicht mehr an den reinen Klicks orientieren, sondern laut den Marktforschern Nielsens Netratings, an der Verweildauer des Lesers.
Eigentlich ist das alles andere als verwunderlich, denn wer klickt auf Bildstrecken mit dem Titel „Die heißesten Frauen“? Der potenzielle BMW-Käufer? Vielleicht, aber vermutlich wird dieser doch eher bei langen Textstrecken zu finden sein, und die generieren nun einmal wenig Klicks, aber eine hohe Verweildauer.
Für den User ist dieses Umdenken allemal von Nutzen, denn nichts ist nerviger, als eine „klick-geil“ aufgebaute Seite, bei der nicht der Ansatz eines Leseflusses aufkommt.
Viel Spaß beim Eintauchen in eine nicht-klickbare Literatur wünscht:
Birte