März 12, 2008...2:12

Wie viele Communities braucht der Mensch?

Zu den Kommentaren

 

Ich bemühe mich ja redlich in der Welt des Web 2.0 zu bestehen. Ich lese täglich Blogs, bin in einigen Communities meines Vertrauens und lasse mich schnell von neuen kleinen Spielereien begeistern. Aber ich steige einfach nicht mehr durch.

Braucht man einen Zugang zu Facebook, StudiVZ (SchülerVZ und seit gestern meinVZ), Xing und Lokalisten? Oder anders gefragt: Wo ist denn da der Unterschied?

Diese „alles in allem Communities“, bei denen es hauptsächlich darum geht, möglichst viele „Kontakte“ zu haben (Ob man hier wirklich noch von sozialen Kapital sprechen kann, sei dahingestellt) sind mir jedenfalls hoch suspekt.

Da werden Beziehungen öffentlich bis zum Heiratsantrag ausgetragen, man sieht Bilder von der Oma, die das vielleicht gar nich so dolle findet und schreibt sich in die Gruppe „Ich glühe härter vor, als du Party machst“ ein, auf das der zukünftige Arbeitgeber gleich weiß, was er sich ins Haus holt. Dem Voyeur sind keine Grenzen gesetzt und es ist besser als Fernsehen. Als Sahnehäubchen oben drauf gibt’s dann auch noch personalisierte Werbung.

Einerseits schimpfen alle auf Google und seine Machenschaften und gleichzeitig tragen wir unser Leben ganz ungeniert und für jedermann zur Schau.

Verkehrte Welt, aber irgendwie auch eklig schön.

Einen Kommentar schreiben